22.10.2018

 

Konzertbericht 20.10.2018 JVA Hohenleuben

 

 

Aus allen Ecken rieseln die Nachfragen ein, wie es denn so war in der

JVA zu spielen. Wir versuchen Euch hier einen kleinen aber feinen

Bericht von unserem Erlebten zu verfassen…

 

Als wir gegen 11:30

Uhr ankamen und uns vor den Mauern gegenseitig begrüßten, schien die

Stimmung noch gelockert, ein wenig angespannt wie vor jedem regulären

Konzert welches wir spielen. Hohenleuben, ein kleiner Ort in der Nähe

von Greiz. Beim Einbiegen in die Gartenstraße erschlagen uns große

Mauern gegenüber von kleinen Einfamilienhäusern, der erste Gedanke,

„hier möchte ich nicht wohnen“. Der Ort hat etwas erdrückendes, es wirkt

wie das Alcatraz in Ostthüringen. Noch sind wir in der Lage, dieses

Gefühl herunterzuschlucken…

 

Der Check- In verläuft ungewohnt:

Personalausweis und Handy abgegeben, Papiere ausfüllen,

Leibesvisitation, Körperscanner und noch mal schnell pinkeln gehen, wer

weiß wann die nächste Möglichkeit dazu ist.

 

Wir werden

eingeschleust in den Speisesaal, es wird still um uns, hier und da ein

kleiner Witz um damit irgendwie die Stimmung zu lockern oder die eigene

Aufregung zu kompensieren. Wir haben uns alle Häftlingsessen bestellt,

Grießbrei mit Joghurt: von hier aus Danke an den Koch! Ein kurzer Small

Talk mit den Beamten, viele Fragen unsererseits und dann wird es Zeit,

den Hof zu betreten und alles für das Konzert vorzubereiten.

Was für

ein Anblick, ein großes Gelände- der Hof eingerichtet mit ein paar

Sportgeräten, ein paar Sitzbänken, eine im Herbstlaub stehende Eiche(?)

und den weggeschlürften Weg am Außenrand des Zaunes, hier werden wohl

die Runden gedreht. Es ist gespenstisch still…

 

Uns werden drei 3

Jungs an die Seite gestellt, als persönliche Rowdies. Im gewohnten Gang

bauen wir alles auf, checken die uns zur Verfügung gestellte Anlage,

alles passt soweit. Christoph und Paula sind bereits fertig mit ihren

Einstellungen und die ersten Töne zum Soundcheck erklingen, ein

Jubelwelle, Schreie, Applaus zieht neben uns aus dem Hafthaus auf, wir

standen die ganze Zeit unter Beobachtung- ohne es zu bemerken.

 

 

Wir brauchen etwas länger als gewöhnlich mit dem Soundcheck, wir wollen

ja laut sein, die Technik ist Old-School aber wir haben schon auf weit

aus beschissneren Anlagen gespielt. Wir spielen 2-3 mal Phänomen an bis

der Sound passt.

 

Die erste Hälfte der Jungs strömt auf Ihren

Hof, wir werden angekündigt von einem unseren Rowdies und voller

Erwartung schauen die Jungs durch den Zaun auf uns und wir durch den

Zaun auf sie: ein sich nicht korrigierendes komisches Gefühl.

 

Mit

etwas Verzögerung beginnen wir mit unserem Set. Auf das schwerseufzende

"Intro" folgt direkt der Song "Phänomen". Wir versuchen über Blicke und

Gesten Kontakt aufzunehmen, was in dieser Lage und Stimmung ziemlich

schwierig zu sein scheint. Für die Außenstehenden, Blicke und Gesten

sind das Kommunikationsmittel Nummer eins in Haft, bestimmte Dinge wie

Worte oder anderer Kontakt waren uns untersagt.

Da wir aber nicht so gut trainiert sind im „Checken“, waren wir doch etwas zurückhaltend- um keinen Fehler zu machen.

 

Phänomen klingt aus- auf das ein tosender Applaus folgt. Stefan kommt

mit seiner ersten Ansage um die Ecke, dass er heute nicht zu viel

quatschen will, um die Zeit nicht zu verschwenden, außerdem sitzt uns

die Hofzeit im Nacken.

 

Nummer 3 im Ablauf wird "Wohin", die

Köpfe nicken, Füße wippen, wir glauben wir sind angekommen und man hört

uns zu. Der Applaus steigert sich von Lied zu Lied und mit Dankbarkeit

und Respekt zelebrieren wir den letzten Song "Rostige Karre" und

verabschieden uns nach knapp 40 Minuten von den Jungs.

 

Unserer

Ringsprecher gibt nach uns noch 2 seiner eigens komponierten Lieder zum

Besten, was für eine Stimme und welch gehaltvoller Text, da können sich

einige von den großen und kleinen Bands eine Scheibe abschneiden, die

versuchen über eine beschissene Zeit zu schreiben und zu komponieren.

 

 

Die erste Konzertrunde ist zu Ende, jeder hat heute irgendwie mit sich

selbst zu kämpfen, uns fällt nichts mehr als das Wort „krass“ dazu ein.

 

 

Ehe die 2 Runde beginnt und die andere Hälfte der Jungs auf den Hof

darf, ist für uns Zeit ein kleine Führung zu machen. Beim Gang durch das

Hafthaus und den Besuch einer belegten Viermannbude sind wir diesmal

die ganz stillen. Wir wissen wir haben nicht viel Zeit, wir werden nach

Flyern gefragt, Handshakes, wir werden von den Vieren durch ihre Bude

geführt, ein schnelles Gespräch zwischen allen, ein paar aufbauende

Worte… Der Bandflash beginnt.

 

Beim Verlassen der Zelle macht sich

ein Bedrücktsein breit, wir sprechen über „wie wohl das Gefühl sein

muss“ bis hin zu „ich würde nach einer Woche durchdrehen“ und die

Dankbarkeit über die eigene Freiheit. Die Jungs in der Zelle wissen,

dass sie für die Scheiße, die sie gebaut haben, ihre persönliche

Verantwortung zu tragen haben. Hierbei besteht seit unserer Ankunft kein

Zweifel.

 

Apropos Zweifel, die Haftanstalt ist nur für sogenannte „Erstverbüßer“ mit einer maximalen Haftzeit von 5 Jahren vorgesehen.

 

 

Es wird Zeit für uns, die zweite Runde zu beginnen. Wir hatten uns im

Vorfeld dazu entschlossen, 2 identische Setlisten zu spielen, um jedem

die selbe Chance zu geben und um keine Unterschiede zu machen.

 

 

Die Band wirkt wesentlich gelöster, es ist zeitlich auch mehr Spielraum

die Songs konkret anzusagen und etwas über deren Geschichte und Sinn zu

erklären. Bei der vierten Nummer "Niederlage" erklärt Stefan, dass die

Band im Vorfeld einige Zweifel und Kritik für diese Veranstaltung

einstecken musste, aber dass die die sich ein Urteil erlauben ohne hier

gewesen zu sein, die Band mal gerne am Arsch lecken können. Ich glaube

diese Worte stießen auf einen der größten Beifallsbekundungen in der

Geschichte der Band. Phils Schlagzeugspiel schraubt sich nach oben wie

ein Orkan.

 

Das Gefühl den Zaun zwischen den Jungs zu haben ist nach wie vor ein „eigenartiger Zustand“.

 

 

Beim folgenden Stück "Einmal" wird es still und die Schritte der

Hofgänger werden langsamer, eines der emotionalsten Songs der Setlist

unter harten Jungs. Ein nicht beschreibares Gefühl zwischen Sonne und

kalten Mauern.

 

Die Band kündigt ihren Abschied an und packt einen

der treffenden Songs für diesen Ort aus dem Gepäck "Flieg mein Bester".

Stefan beschreibt die Entstehungsgeschichte, man merkt ihn heute an,

dass er bei seinen Ankündigungen zu kämpfen hat, nach den richtigen und

treffenden Worten, nach der Botschaft die den Jungs am Herzen liegt -

seine Ergriffenheit der Situation macht sich bemerkbar.

Ich sehe

Gänsehaut, sein Blick schweift zu den mit Menschen gefüllten Fenstern im

Hafthaus. Er spricht davon, dass „da draußen Menschen auf Euch warten,

die Euch lieben“ und „dass auch diese Zeit vergehen wird“. „Wenn wir uns

wiedersehen, tanzen wir bei diesem Stück“.

 

Die letzten Töne

klingen aus, so schnell wie die Jungs auf dem Hof waren, sind sie auch

wieder verschwunden. Wir packen unserer Sachen, checken aus in

umgekehrter Reihenfolge und machen uns mit krassen Bildern und

Erlebnissen auf die Heimreise in Dankbarkeit an unsere Freiheit.

 

Danke an unsere 3 Kurzzeitrowdies!

 

Wir haben natürlich Bilder gemacht, diese müssen allerdings noch geprüft werden.

 

Eure Jungs von Einheit 13

 

 

 

 

24.09.2018

 

Nachdem Benefizveranstaltungen aus dem Boden schießen wie Pilze, haben wir uns überlegt, an welcher Stelle wir Gesicht zeigen wollen. Am Ende wollten wir dahin gehen wo es weh tut, wo man vor Ort ist und vor Leuten spielt, die in den nächsten Wochen, Monaten oder sogar Jahren, kein Konzert besuchen können. Wir möchten denen etwas Gutes tun, die gern vergessen werden und das aus Überzeugung. Deshalb haben wir uns für ein Benfizkonzert für Inhaftierte in der JVA Hohenleuben entschieden.

 

 

14.09.2018

 

Moinsen, der Sampler kommt mit großem Gewitter. Wir sind mit am Start mit unserem Song WOHIN.

 

Mit dabei sind:

 

WIR GEGEN UNS , Antidepressiva , Silbergeraet 110%, Taktlos deutschrock , Hörsturz Moers , Anthony Scott , Im Freien Fall, Direkt - BAND , Brandgefährlich,

D.o.F Dresden , Katastrophen Kommando ,

Kernkraft , Dauerfeuer , Außensaiter , Menschenkind,

Himmelstürmer-Band und Störte.Priester Offiziell

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

23.08.2018

 

Hi

ihr da draußen, hier kommt unsere zweite langersehnte

Videoveröffentlichung aus unserem Album Armageddon. Das wäre die einzige

Ballade, danach wisst ihr was kommt...

 

Vielen Dank an unsere Darsteller Alexander Schütze und Sarah Bri für Euer Tun ein fettes Lob! Danke für die Arbeit vor, hinter, über und unter der Kamera an JudyG Photographie (deine Anweisungen waren wieder Bombe ;-)

 

Viel Spaß damit, teilt es der Welt, teilt es unter Euch oder markiert Eure Freunde, dass ist Euer Song!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

20.08.2018

 

Ein kurzer Rückblick nach Sonneberg?

Als erstes gilt es Los Monetos für ihr Album zu feiern, gleiches für die abgelieferte Show geht an Wagners Albtraum, Schweiss & Trank Deutschrock Cover!!! Da wir bemerkt haben, dass ihr Euch alle mehr oder weniger kanntet, Danken

wir noch mindestens einmal mehr als ihr für den netten Empfang, dass

Mitmachen, Tanzen und Singen. WIR KOMMEN SAU GERN WIEDER!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

26.07.2018

 

Guten Abend in die Runde..

Hier gibts nun -bei den besten Temperaturen-- das Fan- Bundle Nummer 1.

 

Es bestehent aus:

 

CD

 

Frauen oder Männershirt

 

Beutel (Motiv wählbar)

 

Schlüsselband

 

Sticker

 

Autogrammkarte

 

Für straff kalkulierte 45,90 €

 

Weiter Bundles und Merch findet ihr hier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

21.07.2018

 

Liebe

Daheimgebliebenen, liebe Freunde, Familien und Zuhörer. Wenn die erste

Note erklingt, fällt aller Stress, jede Aufregung und alle Sorge von den

Schultern, danke an alle Zuhörer, an alle Zugabe- Rufer und alle die,

die uns zugehört haben. Ihr habt diesen Tag für uns großartig enden

lassen.

 

Wir wiederholen es nochmal: fühlt euch umarmt ihr geilen Schweine!

 

 

 

27.05.2018

 

Freunde, was geht'n schon wieder ab? Beim heutigen Bandcontest in Hohenmölsen, ging der Sieg an uns. Wir freuen uns wie Bolle.

Wir möchten hier mit Hochachtung die Bands Schusslinie und 5Raumfenster erwähnen, die beide ein paar geile Shows hingelegt haben. Danke an Alle, wir sehen uns beim Festival Rock an der Elster mit Morgenrot und Sterilium.

Wir sehen uns am 31.08.2018 in Hohenmölsen.

 

 

23.05.2018

 

Leute, was geht bitte schön ab? Wir kriegen gerade die Tür vor Freude nicht mehr zu! WIR SIND DABEI, BEI DER CITY OF ROCK beim Rock dein Leben Festival!!! Unter anderem mit: Unantastbar Rückschlag Frei.Wild KRAWALLBRÜDER Goitzsche Front BANDGESCHWiSTER Außensaiter Wir sind eins Berserker Berlin Grober Knüppel und ne Menge anderer cooler Bands. Es gilt an dieser Stelle zwei Versprechen einzulösen,zum einen das Sternburgbier mit Schlussakkord und die Hymne für meinen Heimatverein FSV Grün-Weiss Blankenhain e.V. Leute, dass ist sau großes Kino!!! Das muss erstmal ankommen.

Wir sehen uns am 21.07.2018 in Laichingen !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

05.03.2018

 

Liebe Freunde, Fans und Sympartisanten,

am Samstag haben wir die

Bombe platzen lassen. Unser Album ist nach langem Warten am Start.

Bestellen könnt ihr das Teil hier über den Shop, per Mail

kontakt@Einheit-13.de und über alle anderen Kanäle. Wir versenden die

Teile auch ins Ausland! Ihr solltet schnell sein, 25% sind schon im

Vorfeld vergriffen.

Diesem Post möchte ich gern noch ein paar

dankende Worte anheften. Nachdem das Video "WOHIN" mit mehr als 50.000

Beitragsklicks bei Euch super angenommen

wurde, uns darauf hin fast die Spucke wegblieb, wollen wir uns bei Euch

bedanken. Für Eure Worte, für Eure Kritik und vorallem für Eure Treue.

Holt Euch das Teil, so lang es noch da ist.

 

Herzlichst

Eure Jungs von Einheit 13

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

18.11.2017

 

Viel zu lang haben wir uns nicht gemeldet und das mit Recht. Wir

haben keine Luft an unsere Geheimnisse gelassen, doch heute öffnen wir

den Sack ein Stück und präsentieren Euch unser erstes Bandvideo von

unserer kommenden Platte.

Wir danken ganz doll dem Hauptdarsteller Lars von Décembre Noir der sich echt den Arsch abgefroren hat.

Wir danken Štê Fãn und seinem "Kontakt" für die offizielle Drehgenehmigung in der geilen Location. Danke an alle Helfer, an die Requesitenbeschaffer Dorni Dornberger und Co- und der größte Dank gilt Claudi von JudyG Photographie für Schnitt, Dreh und Bearbeitung. Nun genug der großen Worte, dreht die Anlage auf und singt!

 

Teilt das Ding so doll es geht, dass ist Euer Lied.